Bei Facebook Berufliches von Privatem trennen

25. Mai 2010

Was tun, wenn der Chef dazu auffordert, sein Freund bei Facebook zu werden? Wie schütze ich mich davor, dass er allzu private Informationen von mir erhält? Wir erklären, wie man sich eine öffentliche und eine private Präsenz bei Facebook aufbauen kann.

Zuerst einmal müssen die Freunde in “Öffentlich” und “Privat” getrennt werden. Hierzu klickt man auf seiner Facebook-Startseite links auf Freunde. Dann im mittleren Bereich oben rechts auf “Liste erstellen”.

Der Liste gibt man dann einen Namen wie “Beruflich” oder “Öffentlich” und fügt aus seiner Freundesliste alldiejenigen hinzu, die von dem Privatleben möglichst wenig mitbekommen sollen. Fortan ist es bei jeder Freundschaftsanfrage, die man bekommt oder die man selbst stellt, möglich, die Freunde in diese Liste einzuordnen.

Mit dieser Liste konfiguriert man nun seine Privatsphäre-Einstellungen. Generell sollte man sowieso sein Privatsphäre schützen, in dem man zwischen dem gesamten Internet, Freunden von Freunden und eben seinen eigenen Freunden trennt. Hierbei hilft der Privacy Scanner von ReclaimPrivacy.org. Dieser geht allerdings sehr restriktiv vor, das heißt, man verschwindet erst einmal fast komplett vom Radar, sodass man alle Einstellungen nach dem Scan noch einmal überprüfen und Restriktionen lockern sollte.

Nun geht man die Privatsphäre-Einstellungen Schritt für Schritt durch. Bei jeder Option kann man entscheiden, ob nur die Freunde die Angaben sehen sollen oder auch die Freunde der Freunde, mit denen man selbst nicht befreundet ist oder eben alle. Man hat aber auch die Möglichkeit, benutzerdefinierte Einstellungen vorzunehmen.

Hier kann man Informationen vor bestimmten Freunden verbergen – oder eben vor Gruppen von Freunden, indem man die erstellte Freundesliste “Beruflich” oder “Öffentlich” dort einträgt. Nun sind alle privaten Informationen vor dem gesamten beruflichen Umfeld verborgen. In der Liste müssen allerdings mindestens drei Freunde enthalten sein, damit man die Liste hier auswählen kann.

Die wichtigsten Einstellungen dürften die für Infos zu Familie und Beziehungen sein sowie sowie die für Fotos, auf denen man markiert wurde – beide finden sich unter “Freunde, Markierungen und Verbindungen” und können dort konfiguriert werden.

Jeder, der Facebook nutzt, sollte sich einmalig 30 Minuten Zeit nehmen, um diese Einstellungen vorzunehmen.

Gibt es Probleme oder Fragen zu den Privatsphäre-Einstellungen? Wir beantworten Sie gerne im den Kommentaren zu diesem Blogpost!

Artikel gespeichert unter: Allgemein,Facebook

bisher 10 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Thilo  |  25.Mai 2010 at 16:10

    Ich glaube, ich scheitere schon zu Beginn, beim Freunde in “Privat” und “Öffentlich” trennen…

    Ansonsten halte ich Filter für eine ganz hervorragende Sache. Für Leser. Nicht für Schreiber.

    Als nicht-anaonymer Schreiber versuche im Netz nur das zu schreiben, was auch, jedenfalls notfalls, jeder lesen dürfte, ohne dass ich meinen Job verliere oder rot anlaufen muss.

  • 2. Dirk Middeldorf  |  25.Mai 2010 at 16:28

    Ja, Thilo, es geht aber v.a. darum, was andere über dich berichten, welche Bilder sie von dir posten, wie sie dich in Verbindung bringen. Dies kannst du steuern. Du kannst Freunde natürlich auch in beide Gruppen einordnen. Aber du hast recht, es ist nicht immer einfach, hier eine klare Linie zu ziehen.

  • 3. Patrick  |  25.Mai 2010 at 16:54

    Ist das normal, daß die Privatsphäre-Einstellungen hier:

    http://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&section=profile_display

    ab “Heutiger Wohnort” abwärts immer wieder automatisch auf “Everyone” zurückspringen, oder mache ich da etwas falsch?

  • 4. Dirk Middeldorf  |  25.Mai 2010 at 17:05

    Ich habe diese Probleme nicht. Aber Facebook hat letzte Zeit häufiger Probleme mit den Servern: Einstellungen Änderungen werden nicht gespeichert und so.

    Warte einfach mal nen Tag ab.

  • 5. tschare  |  25.Mai 2010 at 19:56

    Tach Dirk, finde deine Tutorials klasse. Vor allem der Privacy Scanner ist nicht schlecht.. aber sag mal bitte, wie das mit den getaggten Bildern freigeben geht? =)

  • 6. Thilo  |  25.Mai 2010 at 21:11

    Hm, ich glaube, da stehe ich jetzt etwas auf dem Schlauch. Wie kannst du denn steuern, was ich über dich berichten und welche Bilder von dir ich poste?

  • 7. Dirk Middeldorf  |  25.Mai 2010 at 21:28

    @ Thilo & Cagri: Diese Einstellungen könnt ihr hier http://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&section=profile_display unter “Fotos und Videos von mir” bzw. hier http://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&section=personal_content “Beiträge von Freunden” etc. vornehmen …

  • 8. MIDDELDORF Webservices &r&hellip  |  03.Juni 2010 at 13:39

    [...] genau dann die Bedrohungen für die Privatsphäre auf. Letztens haben wir bereits beschrieben, wie man in Facebook die Privatsphäre schützen kann. Aber das wird in Zukunft lange nicht [...]

  • 9. MIDDELDORF Webservices &r&hellip  |  05.Oktober 2010 at 10:02

    [...] “Dinge, die ich teile” >> Orte, die ich besuche). Siehe hierzu mein Beitrag Bei Facebook Berufliches von Privatem trennen. Dann kann man unter “Dinge, die andere Personen teilen” auf der gleichen Seite weiter [...]

  • 10. MIDDELDORF Webservices &r&hellip  |  07.Dezember 2010 at 11:56

    [...] Eine Anleitung zur Erstellung von Freundeslisten und zu Verbesserung der Privatsphäre mit Hilfe dieser Listen findet sich im Beitrag Bei Facebook Berufliches von Privatem trennen. [...]

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