Facebook-Workshop Teil 1: Das Profil und die Privatsphäre-Einstellungen
24. März 2010
In Deutschland haben fast 8 Millionen Webuser (Stand März 2010) einen Facebook-Account, das sind 18% der 43,5 Millionen Deutschen, die online sind. Grund genug, in einer vierteiligen Serie den Social-Web-Dienst etwas näher für diejenigen zu beleuchten, die sich in Facebook noch nicht so gut auskennen.
Im ersten Teil beleuchte ich die Profile und den wichtigen Punkt der Privatsphäre. In den Folgen zwei bis vier möchte ich die Sicht des Marketings einnehmen und Seiten, Anwendungen sowie Facebook Connect thematisieren.
Das Profil
Der Einstieg ins Facebook-Netzwerk beginnt mit dem Erstellen eines Profils. Man kann allerlei Infos angeben und ein Profilfoto hochladen. Danach geht es ans Freunde-Sammeln, wobei der Freunde-Finder hilft, indem er z.B. das eigene Adressbuch durchsucht, um Freunde, Bekannte und Verwandte zu finden, die bereits bei Facebook sind.
Neben dem Info-Reiter ganz oben befindet sich die Pinnwand. Hier kann man selbst Statusmeldungen veröffentlichen, Videos, Links, Fotos und viele andere Dinge posten. Diese landen dann bei den Neuigkeiten der Freunde. Man nutzt dazu den sog. Publisher, das Feld, in dem steht „Was machst du gerade“. Interessant wird es, wenn man Websites mit Medieninhalten verlinkt, die in der Lage sind, ihre Player in Facebook einzubinden. So kann man etwa You-Tube-Videos direkt in Facebook abspielen, ohne Facebook zu verlassen.
Die Reiter kann man löschen, wenn man sie nicht braucht, oder man kann auch neue hinzufügen. Im Urzustand gibt es noch die Reiter „Fotos“ und „Videos“, hier kann man eigene Dateien hochladen. Der Reiter „Felder“ aggregiert die anderen Reiter in einer Übersicht.
Auf dem Profil werden auch alle Aktivitäten auf anderen Profilen dokumentiert und so wiederum in den Neuigkeiten der Freunde veröffentlicht.
Die Startseite
Die Startseite besteht aus drei Spalten. Links befindet sich eine Navigation, die man nach den eigenen Wünschen verändern kann. Darunter befindet sich eine Liste mit allen Freunden, die online sind. Über das Chat-Fenster unten rechts kann man alle Freunde aufrufen, die online sind, und mit ihnen chatten (man kann sich auch offline stellen, wenn man nicht über das Chat angesprochen werden will). Außerdem gibt es eine E-Mail-Anwendung in der Navigation links (Nachrichten) sowie Spiele, weitere Anwendungen, Veranstaltungen, die sog. Seiten (auf die wir im zweiten Teil dieser Reihe eingehen werden), Gruppen etc.

Linke Navigationsleiste in Facebook
Die rechte Seite wird automatisch erstellt und enthält Vorschläge für Freunde, Seiten, Gruppen und Anwendungen – außerdem Werbung, die Geburtstage der Freunde, die Veranstaltungen, an denen man (vielleicht) teilnehmen möchte etc.
In der Mitte befindet sich das Herzstück von Facebook, die Neuigkeiten (Newsfeed):
Die Neuigkeiten
Die Neuigkeiten sind unterteilt in Hauptmeldungen und neueste Meldungen. Der Unterschied liegt darin, dass die neuesten Meldungen ungefiltert alle Meldungen, die von Freunden, Seiten und Gruppen gepostet werden, aufgelisten, während die Hauptmeldungen nach einem Algorithmus die Meldungen herausfiltern, von denen Facebook meint, sie sind interessant für den User. Dabei wendet Facebook folgende Kriterien an: Wie viele Nutzer (v.a. Freunde) sind bei den anderen Freunden, Gruppen und Seiten aktiv (durch Kommentare etc.), wie oft besucht man selbst Profile und Seiten und wie oft wird man dort aktiv.
Am Anfang wird man wegen der schieren Flut der Neuigkeiten etwas überfordert sein. Wem das zu viel ist, der sollte die Ansicht “Neuigkeiten wählen”. Hier kann man nämlich selbst beeinflussen, welche Meldungen man in den Neuigkeiten haben will, indem man kommentiert oder den “Gefällt mir”-Button drückt. Tut man dies eine Zeit lang nicht, verschwinden die Meldungen ganz automatisch aus den Neuigkeiten. Ich wähle nur ab und die neuesten Meldungen aus und klicke hier und da “Gefällt mir”, wenn ich die Freunde und Seiten wieder in meinen Hauptmeldungen sehen will.
Eine zweite Option ist das dauerhafte Verbergen Freunde, Gruppen, Seiten, Spielen, Anwendungen usw. Vor allem die am Anfragen zu Farmville, Mafia Wars etc., die die meisten ziemlich nerven, kann man ein für allemal abschalten – und zwar egal, von wem sie kommen. Einfach mit der Mouse rechts neben das Posting gehen, bis der Verbergen-Button erscheint, auswählne, as man verbergen will – fertig. Die Freunde erfahren übrigens davon nichts, genauso wie eine ignorierte Freundesanfrage keine Meldung an den Anfragenden auslöst.
Das Konto: Privatsphäre-Einstellungen
Im Konto lassen sich alle möglichen Kontoeinstellungen bearbeiten. Ich gehe hier nur auf die wichtigen Privatsphäre-Einstellungen ein.

Privatsphäre-Einstellungen in Facebook
Unter Konto –> Privatsphäre-Einstellungen –> Profilinformationen kann man bestimmen, was von den Angaben, die man über sich selbst im Profil gemacht hat, an wen veröffentlicht wird, wer die eigenen Beiträge lesen und kommentieren darf, wer Bilder sehen darf und wer nicht usw. Man kann auch Freundesgruppen zusammenstellen, zum Beispiel “Privat”, “Familie” und “Beruflich” und in den Privatsphäre-Einstellungen dann eine oder mehrere Gruppen gezielt ausgrenzen. Das geht so:
- Geht auf eure Startseite und dann links auf Freunde.
- Klickt oben auf “Liste erstellen”, Liste benennen und Freunde hinzufügen. Mindestens drei Freunde müssen in der Liste stehen, um die weiteren Schritte ausführen zu können.
- Geht auf “Konto” –> Privatsphäre-Einstellungen –> Profilinformationen
- Hier könnt ihr nun einstellen, wer welche Inhalte über euch sehen darf. Beispiel: Geht auf “Fotos und Videos von mir”, wählt rechts “benutzerdefiniert” aus. Es erscheint ein Fenster, in dem ihr oben den Freundeskreis eingrenzen und unten Freundeslisten explizit ausschließen können. Einfach den Namen der Freundesliste eingeben, fertig. So könnt ihr Fotos von Freunden, auf denen ihr markiert wurden, vor ausgewählten Freundesgruppen verbergen. Das gleiche könnt ihr auch für eure Kontaktinformationen tun.
- Auch für Postings, Links, Videos etc., die ihr über das “Was machst du gerade”-Feld veröffentlicht, könnt ihr Freundeslisten pro Posting ausschließen, indem ihr links neben dem “Teilen”-Button auf das Schloss klickt und eine benutzerdefinierte Einstellung vornehmt. Dort könnt ihr auch eine Standardeinstellung vornehmen und so Freundesgruppen prinzipiell von euren Postings ausschließen.




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1. MIDDELDORF Webservices &r&hellip | 27.April 2010 at 10:11
[...] ersten Teil haben wir den User näher betrachtet und die wichtigsten Funktionen der Profile beleuchtet. Im [...]
2. MIDDELDORF Webservices &r&hellip | 13.Mai 2010 at 11:53
[...] 2010 Im ersten Teil haben wir den User näher betrachtet und die wichtigsten Funktionen der Profile beleuchten. Im [...]
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