Facebook-Workshop Teil 2: Die Seiten
31.März 2010
Im ersten Teil haben wir das Profil und die Privatsphäre-Einstellungen näher betrachtet und die wichtigsten Funktionen der Profile beleuchtet. Heute schauen wir uns die sog. “Seiten” und die Möglichkeiten des Marketings genauer an.
Die Seiten sind neben den Profilen der wichtigste Teil von Facebook. Während man mit einem Profil befreundet ist, wird man von einer Seite Fan. Und zwar von einer Marke, einem Unternehmen, einem Künstler oder auch einem Politiker. Die Seiten sind ähnlich wie die Profile aufgebaut. Sie bestehen ebenfalls aus einer Pinnwand und weiteren Reitern, die individuell genutzt werden können.
Seiten können von jedem erstellt werden. Wer Fan ist kann auch Administrator der Seite werden und die Seite konfigurieren.
Seiten gibt es in allen Variationen, von wirklichen Fans für eine Marke erstellten Seiten ohne Beteiligung der Unternehmen bis hin zu eigenen Markenauftritten in Facebook.
Seiten bearbeiten
Hier wird die Seite administriert. Neben den Grundeinstellungen werden hier die Anwendungen bearbeitet. Anwendungen können Fotoalben, Musikplayer, Videos, Spiele und so weiter sein. Es gibt Anwendungen, die von Facebook selbst oder von externen Entwicklern programmiert wurden oder auch externe Anwendungen wie etwa You Tube. Die Anwendungen finden sich dann in den Reitern und können im Reiter „Felder“ zusammengefasst werden. Auf die Anwendungen gehe ich in der dritten Folge dieser Serie näher ein. Außerdem können hier die Administratoren verwaltet werden. Sehr interessant sind die Seitenstatistiken, die einen exakten Aufschluss darüber geben, wer die Seite wie benutzt.
Wie man Fans gewinnt
Die Administration der Seiten ist nur über Profile möglich. Man kann sich also nicht als Seite bei Facebook registrieren. Dies hat zur Folge, dass eine Seite niemals selbst Nutzer, die keine Fans sind, direkt ansprechen kann – dies können immer nur Administratoren tun, indem sie ihre eigenen Freunde einladen, Fan der Seite zu werden. Der Grund hierfür ist, Spam zu vermeiden und wahllos User zu Seiten einladen zu können.
Ein Weg, um Fans zu gewinnen, sind die sog. Fanboxes, die man auf Seiten außerhalb von Facebook integrieren kann. Mit einem Klick kann man so Fan bei Facebook werden. Man kann aber auch Anzeigen in Facebook schalten. Dies eignet sich vor allem für bekanntere Marken mit einem größeren Werbebudget.
Beispiel Porsche-Fanpage
Der erfolgreichste Weg, neue Fans zu generieren, ist aber, die Viralität von Facebook zu nutzen. Wird ein Facebook-User Fan einer Seite, so wird dies in seinem Profil angezeigt und damit auch in den Neuigkeiten seiner Freunde. Genauso verhält es sich mit der Aktivität der User auf der Seite. Kommentiert ein User etwas auf einer Seite oder klickt er den “Gefällt mir”-Button, so wird auch dies angezeigt. In der Regel werden Freundeskreise in Facebook auch ähnliche Interessen haben, wird also etwa ein User Fan der Marke Porsche, so bekommen dies auch seine Freunde mit, die sich vielleicht auch für Porsche interessieren und mit einem Klick selbst Fan werden können.
Hier kommen wir an den wichtigen Punkt, was man beim Betrieb einer Seite aus Marketingsicht beachten sollte. Wie im ersten Teil dieser Serie schon erklärt, benutzt Facebook einen Algorithmus, der entscheidet, welche Meldungen in den Neuigkeiten der Profile erscheinen. Die Kriterien lauten: Wie oft besucht man die Seiten und wie oft wird man dort aktiv? Wie viele Freunde besuchen diese Seiten und sind dort aktiv?
Für die Inhalte der Seiten bedeutet das:
- Inhalte schaffen, die geeignet sind, weiterverbreitet zu werden.
- Inhalte schaffen, die dazu animieren, den “Gefällt-mir”-Button zu klicken oder einen Kommentar zu hinterlassen.
Eine Facebook-Seite zum Erfolg zu führen braucht Zeit. Am Anfang wird sich die Anzahl der Fans nur langsam erhöhen. In dieser Zeit darf man sich nicht entmutigen lassen und vor allem nicht zu Tricks greifen (beliebt ist zum Beispiel, wahllos Freunde zu seinem eigenen Profil hinzuzufügen und diesen dann die Seite vorzuschlagen – das kommt überhaupt nicht gut an) und die User nicht mit wertlosen Inhalten zuspammen etc. Wenn ein User von einer Seite genervt ist, wird er sie wieder verlassen oder schlimmer noch, die Meldungen einfach in seinen Neuigkeiten für immer verbergen. Dann hat man nämlich zwar viele Fans – diese bekommen von den Aktivitäten auf der Seite gar nichts mehr mit und der virale Effekt erlischt.
Hat man aber erst einmal ohne Tricks und mit authentischer Kommunikation die kritische Masse erreicht, also den Zeitpunkt in dem sich die Fanbase durch virale Netzeffekte von selbst beständig erhöht, so erhält man ein sehr wertvolles Tool für eine gewinnbringende Markenführung und Kundenkommunikation.
In der dritten Folge dieser Serie kommen wir zu den Anwendungen, die wichtiger Bestandteil der Seiten sind aber auch unabhängig von ihnen erstellt werden können.
Konkrete Fragen zu den Seiten beantworte ich gerne in den Kommentaren dieses Blogposts.














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1. MIDDELDORF Webservices &r&hellip | 27.April 2010 at 10:12
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